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Direktbuchungen vs Booking.com — die Rechnung für Hoteliers

Die realen Kosten der OTA-Provisionen, was ein Direktkanal kostet und ab welcher Auslastung sich die eigene Site rechnet. Mit Beispielrechnung und Hybridstrategie.

Blog — Direktbuchungen vs Booking.com — die Rechnung für Hoteliers
Direktbuchungen vs Booking.com — die Rechnung für Hoteliers
27 Juni 2026

Booking.com und ähnliche Plattformen bringen Sichtbarkeit und Reservierungen, nehmen aber 15–25 % Provision je Buchung. Für ein kleines Hotel sind das Tausende Euro pro Jahr. Dieser Text schlüsselt die Rechnung auf: Wie viel Sie den OTA-Kanälen wirklich zahlen, was ein eigener Direktkanal kostet und ab welcher Auslastung er sich rechnet.

Die Provision — was Sie tatsächlich zahlen

Die Standardprovision der großen OTA-Plattformen in Bulgarien liegt bei rund 15 %, der reale Satz ist aber oft höher: Sichtbarkeits-Programme treiben ihn auf 18–25 %, und Aktions- und „Genius"-Rabatte gehen ebenfalls zu Ihren Lasten. Hinzu kommen Kosten für die Zahlungsabwicklung, wenn die Zahlung über die Plattform läuft.

Faustregel: Rechnen Sie mit einer effektiven Provision von 18–22 % auf den OTA-Umsatz, nicht mit den beworbenen 15 %.

Was ein Direktkanal kostet

Ein Direktkanal bedeutet: eine Hotel-Website mit echten Fotos, Preisen und Verfügbarkeit, eine Buchungsmöglichkeit (Anfrageformular oder Booking-Engine), ein optimiertes Google Business Profile und ein kleines Budget für Ads/SEO auf Marken- und lokale Suchanfragen.

  • Site mit Buchungsfunktion: einmalig — siehe Preise für Hotel-Websites
  • Booking-Engine (optional): 0–50 €/Monat je nach Variante
  • Google Business Profile: kostenlos, aber pflegebedürftig
  • Ads auf Marken-Suchanfragen + lokales SEO: 50–200 €/Monat, optional

Direktbuchungen haben keine Provision (oder die Engine nimmt 0–2 %), daher ist jede von einer OTA verlagerte Buchung nach Deckung der Fixkosten fast reiner Gewinn.

Eine Beispielrechnung für ein kleines Hotel

Ein Hotel mit 10 Zimmern, 60 % durchschnittlicher Jahresauslastung, durchschnittlicher Zimmerpreis 80 €:

KennzahlWert
Übernachtungen pro Jahr (10 × 365 × 60 %)≈ 2.190
Umsatz≈ 175.000 €
Wenn 80 % über OTAs bei 20 % Provision läuft≈ 28.000 € Provision/Jahr
Wenn Sie 25 % des Umsatzes auf direkt verlagernsparen Sie ≈ 7.000 €/Jahr

Selbst bei bescheideneren Zahlen übersteigt die jährliche Ersparnis meist die Kosten der Site. Ab dem zweiten Jahr ist der Direktkanal fast reine Ersparnis.

Die Hybridstrategie

Das Ziel ist nicht, Booking zu verlassen, sondern die Abhängigkeit zu verringern. Das funktionierende Modell:

  • Die OTA-Kanäle bringen neue Gäste und Sichtbarkeit in neuen Märkten — die behalten Sie.
  • Ihre eigene Site übernimmt wiederkehrende Gäste, lange Aufenthalte, die Nebensaison und Firmenanfragen.
  • Achten Sie auf Ratenparität — die meisten OTA-Verträge verlangen, dass der Site-Preis nicht niedriger als ihrer ist. Deshalb bieten Sie bei einer Direktbuchung Mehrwert, keinen niedrigeren Preis (siehe unten).

Wie man Buchungen zu direkt verlagert

  • Mehrwert bei Direktbuchung: kostenloses Frühstück, später Check-out, Transfer, eine Flasche Wein — etwas, das die OTA nicht bietet, ohne die Ratenparität zu verletzen.
  • Google Business Profile mit einem Buchungsbutton, der zu Ihrer Site führt, nicht zu einer OTA.
  • Eine Nach-Aufenthalt-E-Mail mit einem Rabattcode für die nächste Direktbuchung.
  • Ein QR-Code im Zimmer und an der Rezeption, der für den nächsten Besuch auf die Site verweist.
  • Ads auf Marken-Suchanfragen („[Hotelname]") — sonst zahlen die OTAs dafür und schnappen sich einen Gast, der bereits nach Ihnen sucht.

Fazit

Für ein Hotel mit 10 Zimmern betragen die OTA-Provisionen real 25.000–30.000 €/Jahr. Eine Direktbuchungs-Website rechnet sich meist in unter einem Jahr und spart danach jedes Jahr Geld. Verlassen Sie die Plattformen nicht — verringern Sie ihren Anteil und gewinnen Sie die Beziehung zum Gast zurück.

Kontaktieren Sie uns für eine Hotel-Website mit Direktbuchungen — oder nur für eine Prüfung Ihres aktuellen Kanals.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die reale Booking.com-Provision?

Der beworbene Satz liegt bei rund 15 %, der reale oft bei 18–25 % wegen Sichtbarkeitsprogrammen und Rabatten, die zu Lasten des Hotelumsatzes gehen. Für Rechnungen mit 18–22 % kalkulieren.

Ab welcher Auslastung lohnt sich eine Hotel-Website?

Fast immer. Selbst ein kleines Hotel (10 Zimmer, 60 % Auslastung) zahlt 25.000–30.000 € Provision pro Jahr. Eine Verlagerung von 20–25 % auf Direktbuchungen spart im ersten Jahr mehr als die Kosten der Site.

Darf ich auf der Site einen niedrigeren Preis als bei Booking setzen?

Meist nicht — Verträge verlangen Ratenparität. Deshalb bieten Sie bei einer Direktbuchung Mehrwert (Frühstück, später Check-out, Transfer), keinen niedrigeren Preis.

Sollte ich Booking.com verlassen?

Nein. Die Plattformen bringen neue Gäste und Sichtbarkeit in neuen Märkten. Das Ziel ist ein Hybrid — OTAs zur Akquise, die eigene Site für wiederkehrende Gäste, lange Aufenthalte und die Nebensaison.

Was brauche ich, um Direktbuchungen anzunehmen?

Mindestens: eine Site mit echten Fotos, Preisen und einem Anfrageformular. Später — eine Booking-Engine mit Echtzeit-Verfügbarkeit und Zahlung. Siehe die Booking-Engine-Varianten.

Was kostet eine Booking-Engine für ein kleines Hotel?

Von 0 € (nur Anfrageformular) bis 20–50 €/Monat für eine Engine mit Echtzeit-Verfügbarkeit und Zahlung. Deren Provision liegt bei 0–2 %, gegenüber 15–25 % bei OTAs.

Wie bringe ich Gäste dazu, beim nächsten Mal direkt zu buchen?

Eine Nach-Aufenthalt-E-Mail mit Rabattcode, ein QR-Code im Zimmer zur Site, ein Buchungsbutton im Google Business Profile, der auf Ihre Site zeigt, und Ads auf den Hotelnamen.

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