„Digitale Speisekarte" klingt nach einer Sache, in der Praxis sind es aber drei verschiedene Lösungen mit sehr unterschiedlichen Kosten und Kontrolle: ein QR-Code zu einem PDF, ein Abo für eine SaaS-Menü-Plattform oder ein Menü-Bereich, der in Ihre eigene Site eingebaut ist. Dieser Artikel vergleicht die drei — nach Kosten, wer sie aktualisiert, wie sie auf dem Handy aussieht, Mehrsprachigkeit, Allergene und ob Google sie sieht.
Die drei Varianten kurz
| QR → PDF | SaaS-Plattform | Menü auf der eigenen Site | |
|---|---|---|---|
| Monatsgebühr | keine | meist 15–40 €/Monat | keine (im Bau enthalten) |
| Wer Preise aktualisiert | Sie — jedes Mal ein neues PDF | Sie, über deren Panel | Sie, über das Site-Admin-Panel |
| Ansicht auf dem Handy | schlecht — Zoomen und Ziehen | gut | gut, in Ihrem Branding |
| Mehrsprachig | ein separates PDF je Sprache | oft eingebaut | ja, wie der Rest der Site |
| Allergene / Kennzeichnung | manuell im PDF | Felder im System | Felder im System |
| Google / SEO | ein PDF rankt nicht für „Menü [Stadt]" | lebt auf deren Domain, nicht Ihrer | indexiert auf Ihrer Domain |
| Wenn Sie aufhören zu zahlen | — | das Menü funktioniert nicht mehr | — |
| Eigentum am Inhalt | Ihres | in deren System | Ihres, in der Site-Datenbank |
QR zu PDF — wann es reicht
Sie kleben einen QR-Aufkleber auf den Tisch, er führt zu einer PDF-Datei. Fast kostenlos und in einer Stunde erledigt.
Wann es in Ordnung ist: ein kleines Lokal mit selten wechselnder Speisekarte, ein saisonaler Standort oder als Übergangslösung.
Nachteile: ein PDF liest sich auf dem Handy schlecht — der Gast zoomt und zieht. Jede Preisänderung ist eine neue Datei (und manchmal ein neuer QR). Google zeigt ein PDF nicht für Suchen wie „Restaurant Menü [Stadt]", es bringt Ihnen also keine Besucher. Fotos von Gerichten lassen sich nicht vernünftig hinzufügen.
Eine SaaS-Menü-Plattform — was Sie bekommen und was Sie zahlen
Dienste wie digitalnomenu.bg, mymenu.bg, 2menu und ähnliche geben Ihnen ein fertiges System: Sie geben Gerichte, Kategorien, Preise, Allergene ein; Sie erhalten einen QR und eine Webadresse. Manche fügen Tischbestellung, automatische Übersetzung, Google-Bewertungserfassung hinzu.
Vorteile: ein schneller Start, fertige Funktionen, Support von deren Seite.
Nachteile: die Monatsgebühr läuft, solange Sie das Menü nutzen — endlos. Das Menü lebt meist auf deren Domain (z. B. ihr-lokal.digitalnomenu.bg), nicht Ihrer — der SEO-Wert und der Traffic sammeln sich also nicht bei Ihnen. Das Design ist auf deren Vorlagen begrenzt. Und am wichtigsten: Stoppen Sie das Abo, stoppt das Menü.
Wenn Sie speziell Tischbestellung mit Zahlung wollen, kann eine spezialisierte Plattform die richtige Wahl sein — das ist eine separate Funktion von „einem Menü zum Ansehen".
Ein Menü auf der eigenen Site — die Variante ohne Monatsgebühr
Das Menü ist ein Bereich Ihrer Site: auf Ihrer Domain, in Ihrem Branding, mit einem Admin-Panel zum Bearbeiten. Der QR-Code auf dem Tisch führt zu ihre-site.bg/menu.
Vorteile: null zusätzliche Monatsgebühr — es ist im Site-Bau enthalten. Es wird in Google auf Ihrer Domain indexiert und hilft so bei „Restaurant [Stadt]" und „Menü [Stadt]". Volle Kontrolle über Design, Fotos, Mehrsprachigkeit und Allergenfelder. Preise werden über dasselbe Panel bearbeitet, mit dem Sie den Rest der Site verwalten.
Nachteile: Tischbestellung mit Zahlung kommt nicht „standardmäßig" — sie wird bei Bedarf mit einer zusätzlichen Integration umgesetzt. Sinnvoll, wenn Sie ohnehin eine Site für das Lokal bauen oder planen.
Bei uns ist der Menü-Bereich Teil der Restaurant-Website — ohne Monatsabo für das Menü selbst.
Eine 3-Jahres-Summe
| Variante | Einmalig | Über 3 Jahre |
|---|---|---|
| QR → PDF | ~0 € | ~0 € (plus Ihre Zeit für jedes neue PDF) |
| SaaS-Plattform (25 €/Monat) | 0–50 € | ~900 € nur für das Menü |
| Menü auf der eigenen Site | einmalig, im Site-Preis | 0 € zusätzlich für das Menü |
Zur Orientierung — Preise für den Bau einer Lokal-Site stehen auf der Restaurant-Seite und im allgemeinen Preisartikel.
Für wen was passt
- Ein kleines/saisonales Lokal ohne Site und ohne Pläne dafür: QR → PDF oder die günstigste SaaS-Option.
- Ein Lokal, das jetzt Tischbestellung mit Zahlung will: eine spezialisierte Plattform dafür.
- Ein Restaurant, das bereits eine Site hat oder baut und Google-Traffic will: ein Menü auf der eigenen Site — keine Monatsgebühr, und es funktioniert auch fürs lokale SEO.
Fazit
Ein PDF ist günstig, sieht aber schlecht aus und bringt keine Besucher. SaaS ist bequem, aber eine endlose Gebühr auf einer fremden Domain. Ein Menü auf der eigenen Site hat keine Monatsgebühr, ist auf Ihrem Branding und Ihrer Domain und hilft Ihnen, in Google für „Menü [Stadt]" zu erscheinen — es lohnt sich, wenn Sie ohnehin eine Site bauen.
Überlegen Sie eine Lokal-Site mit Menü? Schreiben Sie uns — wir sagen Ihnen, welche Variante zu Ihrem Fall passt, auch wenn wir nicht zusammenarbeiten.